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Rize Pet Care: Für den besten Freund des Menschen

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Die Auflage des „Rize Pet Care“ in diesen Tagen mag als Beleg dafür gewertet werden, dass die Trends zu ETF und thematisch fokussierten Investmentlösungen den jüngsten Börsenentwicklungen zum Trotz bisher ungebrochen sind. Wenngleich zu bemerken ist, dass sich auch die ETF-Investoren wieder bevorzugt breiter streuenden Anlagelösungen widmen.

Der laut Initiator-Bekunden erste passiv gemanagte und börsengehandelte Themenfonds in Europa, der seine Anteilinhaber am aufstrebenden Markt für Heimtier-Bedarf partizipieren lässt, wandelt ungeachtet dieser Ankündigung eindeutig auf den Spuren des bereits drei Jahre alten „Allianz Pet and Animal Wellbeing“. Der verwaltet inzwischen schon mehr als 600 Mio. Euro und bescherte seinen Anlegern eine annualisierte Rendite von knapp 18%p.a. Der „Rize Pet Care“ investiert in rund 90 Unternehmen, die den Sektoren Haustiernahrung, Verbrauchsartikel, Gesundheitsprodukte und Dienstleistungen für Haustiere zuzurechnen sind.

Die Argumentation für beide Fonds stützt sich auf Beobachtungen und Studien, denen zufolge dieses Anlageuniversum ein überdurchschnittlich hohes Wachstum erkennen lässt, da immer mehr Menschen ein oder gleich mehrere Haustiere halten und eine höhere Ausgabebereitschaft erkennen lassen. - Ursächlich sieht man unter anderem die Abkehr von traditionellen Kernfamilien und soziale Vereinsamungseffekte, die Vermenschlichung von Tieren, aber auch den Umstand, dass die zunehmende Akzeptanz der Arbeit im Homeoffice vielen Menschen die Tierhaltung überhaupt erst ermöglicht.

Wie der Trackrecord des „Allianz Pet and Animal Wellbeing“ zeigt, ließ sich mit einem derart spezialisierten Investment in den vergangenen drei Jahren gegenüber dem globalen Aktienmarkt, gemessen am MSCI World, tatsächlich eine Outperformance erzielen. Indes um den Preis einer höheren und nicht, wie von manchem Befürworter der Anlagestrategie unterstellten, niedrigeren Volatilität infolge stabiler Einnahmen der Unternehmen. Frei nach dem Motto: „das letzte woran gespart wird, ist der Hund!“. Wie sich der Themenfokus zwischenzeitlich negativ bemerkbar machen kann, belegt nicht zuletzt die Entwicklung seit Jahresanfang, in der „Pet & Animals“ gegenüber dem MSCI World -7% einbüßten.

Wir dürfen gespannt sein, wie sich beide Fonds im laufenden Jahr bis zum Petersberger Treffen im September weiterentwickeln, anlässlich dessen wir den „Sinn und Unsinn thematisch fokussierter Investments“ im Detail untersuchen wollen.

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