Artikel

Selbstentscheider-Lektüre auch für Finanzberater?

Diese Episode auf Social-Media Plattformen teilen:
Da springt einem doch dieser Tage der Buchtitel „Das einzige Buch, das Du über Finanzen lesen solltest“ aus der Spiegelbestsellerliste und von den Verkaufstischen der Buchhandlungen ins Auge. Und warum habe ich dann Hunderte andere gelesen, fragte ich mich. Sei es drum. Dem Studium der finanziellen Sekundärliteratur verpflichtet, griff ich zu und zeige mich nach der Lektüre beeindruckt.

Was hier auf gut 260 Seiten als Anleitung zum individuellen Vermögensaufbau abseits weiter Teile der deutschen Finanzdienstleistungsindustrie, vor der man mehr oder weniger ausdrücklich warnt, geboten wird, ist beachtlich. Erst recht, wenn man das Werk in Verbindung zur Plattform „Finanzfluss“ sieht, die sich als laufendes und leicht verständliches Informationsangebot für Selbstentscheider versteht und inzwischen rund eine Million Follower erreicht.

Wer als Vermögensverwalter oder Finanzberater „Selbstentscheider“ besser, vielleicht sogar überhaupt einmal verstehen möchte, Argumentarien wider aktives Management und klassischen Finanzvertrieb nachlesen will oder den eigenen Leistungsumfang und seine Preismodelle einfach kritisch hinterfragen möchte, erhält hier einige Anregungen. Er wird aber auch didaktisch fündig: sowohl in der Vermittlung von Finanzwissen, als auch in der (bisweilen sehr einseitigen) Überzeugungsarbeit für den Kauf einer Anlagestrategie: in diesem Fall das „Weltportfolio auf ETF-Basis“.

Wie heißt es in Strategemen so schön: Wenn du dich und den Gegner kennst, brauchst du den Ausgang von hundert Kämpfen nicht zu fürchten. Wenn du dich selbst kennst, doch nicht den Gegner, wirst du für jeden Sieg, den du erringst, eine Niederlage erleiden. Wenn du weder den Gegner noch dich selbst kennst, wirst du jedes Mal unterliegen.“

Zurück