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Aktien und Renten sind keine homogenen Assetklassen - Update: BL-Global Flexible EUR

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Ein robustes, um nicht zu sagen resilientes Portfolio, ist in den Augen von Guy Wagner, seit der Auflage vor 17 Jahren Fondsmanager des BL-Global Flexible EUR (LU0211339816), ein gelungenes Zusammenspiel von Angriff und Verteidigung (Wachstums- und Sicherheitsanlagen).

Der klassischen Asset Allocation sind nach seiner Ansicht inzwischen alleine schon von daher Grenzen gesetzt, als sich Aktien und Anleihen bereits seit längerer Zeit nicht mehr per se als offensive oder defensive Anlageklassen einstufen lassen, sondern im Einzelfall in Abhängigkeit von Sektoren, Bewertungen und Emittenten beurteilt werden müssen. So können sich beispielsweise „Zins-Proxy“ auf der Aktienseite, wie Nestlé & Co. wesentlich robuster erweisen als manche vermeintlich sicher empfundene Anleihe.

Wagner sucht langfristige Beteiligungen an Wachstumsunternehmen, die dauerhafte Wettbewerbsvorteile und hohe Rentabilität erwarten lassen. „Price-Maker“ nennt er sie und grenzt sie von „Price-Takern“ ab, deren Margen vom Wettbewerb, Rohstoffpreisen oder Zulieferern abhängen. Und so macht er denn einen Bogen um Banken, Versicherungen, Versorger, Telekommunikationsfirmen, Automobilproduzenten, Rohstoffe und Fluggesellschaften und gewichtet Consumer Staples und Healthcare gegenüber dem MSCI World deutlich über. Zu den Titeln, die den Weg in das Portfolio gefunden haben, gehören unter anderem Roche, GlaxoSmithKline, Unilever, Reckit Benckiser, SAP, Tencent, Alibaba, FANUC und 3M.

In der Verteidigung, also dem defensiven Teil des Portfolios, der angesichts der drohenden Zinswende, hoher Inflation und der Neubewertung geopolitischer Risiken aktuell eine große Bedeutung zukommt, spielen neben einer Kassenhaltung in Höhe von gut 12%, die als Puffer dient und Staatsanleihen guter Bonität (4,7%) vor allem Edelmetallaktien eine Rolle (mehr als 10%  und bevorzugt kanadische Minengesellschaften), sowie Derivate, die derzeit Teile der Dollarrisiken und der Aktienpositionen sichern. 

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Schließlich verlor der BL-Global Flexible EUR seit Jahresanfang gerade einmal -3% und lieferte seinen Anteilinhabern binnen 12 Monaten immer noch 7% Ertrag und auf Sicht von drei Jahren sogar 24%.

Fazit: Es liegt in der Natur der Dinge, dass die Anleger, die zuletzt reflexartig wieder stärker auf Mischfonds als auf reinrassige Aktienfonds setzen in dieser Gattung vor allem auf jene Vertreter achten, die nicht nur in den letzten Jahren eine gute Figur gemacht haben, sondern auch in der stürmischen See dieser Tage. Der BL-Global Flexible mit Steuermann Guy Wagner, der sein Schiff mit vergleichsweise ruhiger Hand führt, hat hier gute Chancen, Berücksichtigung zu finden.

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