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Umbau des GANÉ Global Balanced Fund folgt dem Gesetz der Logik

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Die Logik ist die Lehre vom folgerichtigen Denken. Und so kann der Entschluss der GANÉ, ihren bestehenden GANÉ Global Balanced Fund kurzfristig zu einem GANÉ Value Event Fund umzubauen, nach den Entwicklungen der vergangenen Woche kaum überraschen.

Denn Henrik Muhle und Dr. Uwe Rathausky wollen den Anteilinhabern des Acatis Value Event Fund, von denen sie sich seit der Kündigung ihres Beratungsmandats seitens Acatis abgeschnitten sehen, eine adäquate Ersatzlösung anbieten. Und das bestehende Angebot eines eigenen defensiven Mischfonds und eines reinrassigen Aktienfonds (GANÉ Global Equity), wäre von daher nicht adäquat genug gewesen, als diese Lösung des Komforts einer flexiblen fremdbestimmten Asset Allocation entbehrt hätte. Die Anleger, Berater und Vertriebe hätten individuelle Mischungen vornehmen müssen.

Gleichzeitig ist der Anteilsinhaberkreis des erst um den Jahreswechsel aufgelegten GANÉ Global Balanced Fund noch so klein und überschaubar, dass die Dynamisierung der Anlagestrategie keine größeren Wellen schlagen dürfte.

Und obendrein erlaubt der Umbau des bestehenden Mischfonds zum neuen Flaggschiff die kürzeste Reaktionszeit. Die Auflage eines neuen zusätzlichen Fonds hätte einen erheblichen Zeitverlust mit sich gebracht, der sich mit Blick auf das Momentum und damit die Handlungsbereitschaft der Investoren negativ ausgewirkt hätte.

So stehen nun viele Wechsel in den kommenden Wochen zu erwarten. Wer die „GANÉ-Value-Event Strategie“ will, wird wechseln und sich sogar des bis auf weiteren deutlich kleineren Fondsvolumens erfreuen, das Dr. Rathausky und Muhle gerade mit Blick auf die Event-Komponente größeren Handlungsspielraum verschafft, als im bisherigen Milliarden Euro schweren Klassiker.

Der gleichen Logik folgend, wird man nicht alle Mittel auffangen können, die bei Acatis Value Event abfließen. Das hat nicht nur etwas mit den von dem Vorgang enttäuschten Anlegern zu tun, die weiter diversifizieren, sondern vor allem mit den regulatorischen, prozessualen und technischen Rahmenbedingungen, denen Großinvestoren und Vertriebsorganisationen mit Blick auf Fondsneuauflagen und Zielfondsgrößen unterworfen sind. Ein Nullsummenspiel sind die Bestandsveränderungen zwischen den beiden Häusern Acatis und GANÉ definitiv nicht. Was auch den Wettbewerbern klar ist, die in diesen Tagen keine mediale Möglichkeit auslassen, sich als Handlungsalternative anzudienen.

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